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Uhingen

Arno Fischer – Fotografie

Die Ausstellung gibt Einblick in das fotografische Werk Arno Fischers (1927–2011) und zeigt zentrale Serien, die vom Berlin der Nachkriegsjahre über den Kalten Krieg bis ins New York der 1980er Jahre führen. Nicht die großen politischen Schlaglichter bestimmten seine Motive, sondern die stille Intensität des Alltags – das Poetische im Nüchternen, das Bedeutsame im Unscheinbaren.

In der Werkreihe Situation Berlin (1953–1960) porträtiert Fischer das Leben in der in vier Sektoren geteilten Stadt. Er besucht politische Kundgebungen, Rummelplätze, den Kurfürstendamm oder provisorische Baustellen und richtet seinen Blick bewusst abseits der offiziell »bildwürdigen« Szenen. Weitere Werkgruppen zeigen seine Reportagen aus Ländern des Ostblocks sowie seine Fotografie für die Modezeitschrift Sibylle, deren Bildsprache er entscheidend mitgestaltete. Auch seine New-York-Fotografien (1978, 1984) stehen für eine offene, unbefangene Street Photography, die sozialen Gegensätze und urbane Vielfalt sichtbar macht.

Ein eigener Bereich würdigt Fischers Rolle als Kollege und Begleiter. Arbeiten seiner Partnerin Sibylle Bergemann sowie seiner Weggefährten Brigitte Voigt, Roger Melis, Rudolph Schäfer, Ute und Werner Mahler u. a. erweitern den Blick auf sein Umfeld – um die Einflüsse und den gemeinsamen Blick auf den Moment sichtbar zu machen, der Fischers fotografisches Werk prägte.
Mit zahlreichen Arbeiten aus fünf Jahrzehnten zeigt die Ausstellung die nachhaltige Bedeutung Arno Fischers für die deutsche Fotografie.

 

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit der LOOCK Galerie Berlin entstanden.© Erbengemeinschaft Arno Fischer, ©Estate Sibylle Bergemann.

Diese Ausstellung endet in
3
Tage
23
Std
34
Min
51
Sek
Termine
Start31.01.2026
Ende28.06.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstaggeschlossen
Mittwoch13:00–17:00
Donnerstag13:00–17:00
Freitag13:00–17:00
Samstag13:00–17:00
Sonntag13:00–17:00
Veranstaltungsort
Kunsthalle GöppingenSchloss Filseck, 73066 Uhingen (Schloss Filseck)

Als die Städtische Galerie im Jahr 1989 gegründet wurde, nahm sie den Kunstbesitz der Stadt Göppingen in ihre Obhut. Im Laufe der Jahre konnte dieser überwiegend traditionell geprägte Grundstock durch ausgewählte Ankäufe zu einer kleinen feinen Sammlung zeitgenössischer Kunst erweitert werden. Heute umfasst die Sammlung etwa 2500 Kunstwerke. Der Bestand ist thematisch am Ausstellungsprogramm ausgerichtet sowie an regionalen Bezügen zu Künstlern in Baden-Württemberg, greift aber auch internationale Strömungen und Gedanken auf. Das Spektrum ist breit gefächert, von Malerei über Zeichnungen und Grafik hin zu Installationen, Konzeptkunst, Videos und Fotografie. Nicht zu vergessen sind die Kunstwerke im öffentlichen Raum, die das Göppinger Stadtbild prägen: der spiralförmig auseinandergezogene Golf vor den Barbarossa-Thermen von Stefan Rohrer, der in Göppingen seine Wurzeln hat ebenso wie auch das architektonische Backsteinmonument von Per Kirkeby auf der Kreuzung der Mörikestraße – beide stehen als schöne Beispiele für den regionalen wie auch internationalen Fokus der Kunsthalle. Der überwiegende Teil des Sammlungsbestandes ist natürlich weniger »sichtbar«, aber in den Ausstellungen der Kunsthalle werden den Besuchern immer wieder Kunstwerke der Sammlung unter wechselnden Aspekten vorgestellt.