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Bremen

Clémence van Lunen – Kribbelige Unruhe

Großformatig, farbenfroh und spielerisch – die Arbeiten der Bildhauerin Clémence van Lunen (geb. 1959) verbreiten beim Betrachten eine „kribbelige Unruhe“. Ihre Skulpturen beeindrucken durch ihre Monumentalität, eine geknetete, lebendige Oberfläche und eine gewisse humorvolle Rätselhaftigkeit. Aus Keramik formt sie große Werke von scheinbar simplen Dingen wie Vögeln, Blumen, Landschaften oder faltenreichen Vorhängen. Und obwohl sie raumgreifende Volumen jenseits von Gefäßformen schafft, behalten sie den spielerischen Charakter einer Skizze. Dabei lenkt van Lunen nicht ohne Ironie immer wieder den Blick auf den immensen Aufwand und freudigen »Kampf«, den sie betreibt, um ihre Skulpturen, meist in Serien, zu konstruieren.

 

In den 1980er-Jahren arbeitete die Künstlerin hauptsächlich in Holz und Stein. Zu Beginn der 2000er-Jahre wandte sie sich durch Reisen nach China der Keramik zu und gehört heute zu einer Handvoll Bildhauer*innen, die im Grenzbereich zwischen Keramik und Skulptur arbeiten. Für die Belgierin, die in Frankreich lebt, ist es die erste Präsentation in Deutschland.

 

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Keramis – Centre de la Céramique in La Louvière (Belgien), gefördert durch den Freundeskreis des Gerhard-Marcks-Hauses e. V.

 

Zur Ausstellung ist ein dreisprachiger Katalog erschienen.

Diese Ausstellung endet in
3
Tage
23
Std
34
Min
51
Sek
Termine
Start22.03.2026
Ende28.06.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–21:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Gerhard-Marcks-HausAm Wall 208, 28195 Bremen

Das Gerhard-Marcks-Haus versteht sich als ein lebendiges, offenes und barrierefreies Museum für moderne und zeitgenössische Bildhauerei. Es will Menschen für dieses Thema begeistern und ihnen einen persönlichen Zugang dazu ermöglichen. Das Museum zeigt Kunst von hoher Qualität einem so breit wie möglichen Publikum. Auf ein diverses Publikum reagiert es durch persönliche Ansprache und Offenheit. Aus der ursprünglichen Ausrichtung des Museums als »Einkünstlersammlung« für Gerhard Marcks (1889–1981) ergeben sich drei Konsequenzen für das Ausstellungsprogramm. Erstens liegt ein Akzent auf der individuellen visuellen Sprache eines Künstlers. Das Museum zeigt daher fast ausschließlich monografische Ausstellungen. Zweitens gibt es eine Sympathie für figürliche Positionen in der Bildhauerei. Drittens muss das Museum – in der Tradition des Namensgebers – resistent gegen Moden und Mechanismen des Kunstmarkts sein. Der Kern der Sammlung ist das Œuvre von Gerhard Marcks. Weitere Sammlungsbestände stärken die Position des Gerhard-Marcks-Hauses als Bildhauermuseum. Der Fokus liegt auf der figürlichen Tradition aus dem Umfeld des Namensgebers. Jede Sammlungserweiterung dient dazu, auch in der Zukunft das Werk von Gerhard Marcks und sein Umfeld bis in die Gegenwart hinein repräsentativ zeigen, vermitteln und verleihen zu können. Das Gerhard-Marcks-Haus hat ein großes Interesse daran, dass seine Sammlungsbestände auch außerhalb des Museums wahrgenommen werden können.

Ausstellungskatalog