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Linz

conceptual exercises – ewa partum

Feministische Konzeptkunst

 

conceptual exercises ist Ewa Partums erste umfassende Ausstellung in Österreich. Die polnische Künstlerin verband seit Mitte der 1960er- Jahre bewusst feministische Intentionen mit konzeptuellen und ästhetischen Strategien. Parallel zu ihren Arbeiten mit Buchstaben, die häufig im öffentlichen Raum inszeniert wurden und ihren Mail-Art Aussendungen, setzte sie ihren eigenen nackten Körper als künstlerisches Werkzeug ein.

 

 

the touch of a woman

 

In der Ausstellung werden zentrale Werke der Künstlerin präsentiert. Im Außenraum, vor dem Museum, ist The Legality of Space installiert. Erstmals 1971 auf dem Freiheitsplatz in Łódź gezeigt, besteht die Installation aus Verkehrs- sowie selbst gestalteten Gebots- und Verbotsschildern und macht auf die staatliche Kontrolle des öffentlichen Raums aufmerksam. Für Change ließ sich die Künstlerin 1974 eine Hälfte ihres Gesichts als alternde Frau schminken und plakatierte 1978 rund 600 Poster dieser Transformation in der Stadt. In Self – Identification von 1980 collagierte sie ihren nackten Körper in Straßenszenen und betrat zur Ausstellungseröffnung nackt den Gehsteig vor der Galerie in dem Moment, als sich dort eine Hochzeitsgesellschaft vor einem Standesamt aufhielt. My touch is the touch of a woman – dieser Satz steht unter dem lippenstiftroten Kussmund auf einem ihrer Mail-Art-Blätter von 1971, versehen mit der Bemerkung poem by ewa.

 

Mit conceptual exercises wird eine künstlerische Position vorgestellt, die intellektuell klar und präzise ist, gesellschaftliche Sprengkraft entfaltet, und gleichzeitig von Liebe und Sanftmut getragen ist.

 

Kuratiert von Nathalie Hoyos und Rainald Schumacher

Diese Ausstellung endet in
3
Tage
23
Std
37
Min
22
Sek
Termine
Start27.02.2026
Ende28.06.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Francisco Carolinum LinzMuseumstraße 14, 4020 Linz

Als Haus für Fotografie und Medienkunst weist das Francisco Carolinum im internationalen Kunstdiskurs eine große Relevanz auf und genießt eine hohe Reputation. Sein Schwerpunkt auf internationalen Positionen macht es zu einem bedeutenden Ort für den globalen Diskurs in der zeitgenössischen Fotografie und Medienkunst. Die Ausstellungen des Museums, die von traditioneller Fotografie bis hin zu experimenteller Medienkunst reichen, sind für ihre Grenzüberschreitungen und innovativen Perspektiven bekannt. Das Francisco Carolinum hebt sich durch seine Fähigkeit hervor, aktuelle Entwicklungen in den Kunstformen aufzugreifen und sie in einen breiteren kulturellen und sozialen Kontext zu integrieren. Neben seiner Rolle als Ausstellungsraum fungiert das Francisco Carolinum auch als Plattform für Austausch und Diskussion, was seine internationale Reputation weiter festigt. Es fördert das Verständnis und die Wertschätzung von Medienkunst und Fotografie durch ein vielfältiges Programm, das Führungen, Workshops und Vorträge umfasst. Als Treffpunkt für Künstler, Kritiker und Kunstliebhaber aus aller Welt trägt es wesentlich zur kulturellen Landschaft Österreichs bei und stärkt den internationalen künstlerischen Austausch. Die umfangreichen Sanierungen der vergangenen drei Jahre sind weitgehend abgeschlossen. Im ersten Halbjahr 2024 erfolgt mit der Eröffnung der Hans Frank-Galerie für die klassische Fotografie im Erdgeschoß ein weiterer Meilenstein. Mit Abschuss der umfassenden Sanierung präsentiert sich das Francisco Carolinum, der bedeutendste Historismusbau in Linz, wieder in seinem ursprünglichen Glanz. Diese Restaurierung hat das historische Gebäude nicht nur konserviert, sondern auch seine ursprüngliche architektonische Pracht wiederhergestellt. Mit dem Format des Fotomagazins FRANCISCO CAROLINUM setzt das Museum halbjährig einen weiteren Akzent: Hier werden Ausstellungen und Kunstpositionen im Bereich Foto und Medien präsentiert und zur Diskussion gestellt.

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Weiterführende Literatur