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Berlin

Das heilende Museum – Achtsamkeit und Meditation im Kunstraum

Das Projekt »Das heilende Museum« vereint Achtsamkeit, medizinische Forschung und Kunstgeschichte. Es ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem Experimental and Clinical Research Centre (Charité – Universitätsmedizin Berlin) und dem Bode-Museum (Skulpturensammlung).

 

Kunstmuseen sind Orte emotionaler Heilung. Medizinische Studien zeigen, dass der Besuch von Kunstmuseen Stress und Ängste reduziert und die allgemeine psychische Gesundheit verbessert. Es kann beglückend sein Kunstwerke zu betrachten und durch Museumsräume zu spazieren, weil hierbei unsere Fertigkeit gefördert wird, Achtsamkeit zu entwickeln. Achtsamkeit ist die Befähigung, die Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment zu richten. Eine Fähigkeit, die ebenfalls durch stille oder aktive Meditation geschult werden kann. Besonders wirksam scheint zu sein die Praxis der Achtsamkeitsmeditation im Hinblick auf die Verminderung der negativen Dimensionen von psychischem Stress und die Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität.

 

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, praktische Achtsamkeitsübungen zu erlernen oder bestehende Fähigkeiten auf diesem Feld zu vertiefen. Hierfür steht ihnen ein eigens hergerichteter Museumsraum zur Verfügung, der die miteinander verflochtenen Meditationstraditionen von Buddhismus, Islam, Christentum sowie Stoizismus aufzeigt und deren Einfluss auf die neue Achtsamkeitsbewegung des 21. Jahrhunderts nachzeichnet. Eine Auswahl anregender Meditationen kann kostenlos über den Audioguide, mit dem Handy oder über diese Website abgerufen werden. Eine Bank sowie Sitzkissen stehen zur Verfügung.

 

»Das heilende Museum« ergänzt das seit 2023 laufende Projekt »Zufluchtsort Bode-Museum« hinsichtlich unserer Mission, mentale Gesundheit sichtbar zu machen, Selbstfürsorge zu unterstützen sowie die Relevanz von Kunstgeschichte für die heutige Gesellschaft durch transdisziplinäre Forschung zu steigern.

Termine
Start09.04.2025
EndeLäuft auf unbestimmte Zeit
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–17:00
Mittwoch10:00–17:00
Donnerstag10:00–17:00
Freitag10:00–17:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Bode-MuseumAm Kupfergraben, Eingang über die Monbijoubrücke, 10117 Berlin

Die Konzeption des als Kaiser-Friedrich-Museum errichteten Gebäudes geht auf Ideen der Kronprinzessin Victoria zurück, die diese in einer Denkschrift von 1883 veröffentlichte. Wilhelm von Bode war es schließlich, der diese bahnbrechenden Ideen in die Praxis umsetzte. 1897 wurde an der Nordspitze der Museumsinsel mit dem Bau des von Eberhard von Ihne entworfenen Renaissance-Museums begonnen, das den Namen des Gemahls der seit 1888 verwitweten Kaiserin Victoria tragen sollte. In dem im Oktober 1904 eröffneten Kaiser-Friedrich-Museum wurden Malerei und Skulptur, die damals so genannten »hohen Künste«, erstmals gleichrangig nebeneinander präsentiert, wobei sich die Art der Inszenierung von traditionellen Museen unterschied. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Museum schwer beschädigt und zwischen 1948 und 1986 sukzessive wiederhergestellt. 1956 erhielt es nach seinem geistigen Schöpfer den bis heute beibehaltenen Namen: Bode-Museum. Nach der Wiedervereinigung auch der Staatlichen Museen zu Berlin folgte eine umfassende Grundinstandsetzung des Hauses nach modernsten museologischen und denkmalpflegerischen Erfordernissen. Anders als ursprünglich vorgesehen beherbergt das Gebäude, das seit Herbst 2006 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich ist, nun vor allem die Skulpturensammlung und das Museum für Byzantinische Kunst. Etwa hundertfünfzig Werke aus dem Bestand der Gemäldegalerie, die sich seit 1998 am Kulturforum am Potsdamer Platz befindet, bereichern die Präsentation der Skulpturen. Das Münzkabinett zeigt im Bode-Museum seine metallene Chronik der Menschheitsgeschichte.