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Highlights der Sammlung – Kids Edition!

Ein Ausstellungsraum für Kinder, eine Seite für Kinder – Hier zeigen wir, begleitend zur Ausstellung im Museum Schloss Moyland, eine kurze Einführung der Werke sowie mehr Infos zu dem Künstler Fritz Lang und zu besonderen Drucktechniken. Schaut doch mal in die Videos!

 

 

Wer war Fritz Lang?

 

Das Werk des Künstlers Fritz Lang (*1877 in Stuttgart, 1961 in Stuttgart) ist teils dem Jugendstil, teils der Freilichtmalerei zuzuordnen. Lang gilt als wichtiger Vertreter der deutschen Holzschneidekunst. Er erstellte insgesamt ca. 330 Holzschnitte; ein Drittel in schwarz-weiß, zwei Drittel in Farbe. Besondere Originalität weisen die nach dem Ersten Weltkrieg entstandenen Malereien auf, da Lang ikonografische und stilistische Merkmale seiner Holzschnitte darauf überträgt.

 

Lang entstammt einer bildungsbürgerlichen Familie. Nach seiner Gymnasialzeit besuchte er die Stuttgarter Kunstgewerbeschule und schloss bis 1894 eine Lehre bei einem Dekorationsmaler ab. Im selben Jahr wurde er Schüler der figürlichen Zeichenklasse der Königlich Württembergischen Kunstschule Stuttgart. 1896 wechselte er zur Karlsruher Akademie. 1897/99 trat er dem Karlsruher Künstlerbund bei und nahm vermutlich Unterricht in der lithografischen Technik. Ab 1899 lebte er als selbständiger Künstler in Stuttgart. 

 

Tiere sind im Werk Langs ein zentrales Thema. Dies ist auf seinen Lehrer an der Karlsruher Akademie Viktor Weishaupt zurückzuführen, Professor für Tiermalerei. Interessanterweise zählen Tiere zu den ersten Motiven der Kunst generell. Die frühesten bekannten Gestaltungen von Tieren sind über 30 000 Jahre alt und befinden sich in Frankreich in den Höhlen von Chauvet. Wie die sogenannten Animal Studies zeigen, drücken Künstler:innen mit Tierdarstellungen immer auch Gedanken und Ideen aus. Deshalb kann man daraus zum Beispiel ableiten, welche Annahmen über das Verhältnis zwischen Tier und Mensch gesellschaftlich verbreitet sind. Häufig wird diese Beziehung stark hierarchisch vorgestellt: Der Mensch betrachtet sich als dem Tier übergeordnet, weil er glaubt, in den Bereichen Vernunft, Sprache, Kultur oder Technik überlegen zu sein. Heute weiß man allerdings, dass auch Tiere strategisch denken, kommunizieren, Gefühle haben, Werkzeuge benutzen und Kunst schaffen. Aus diesem Grund wird ihre Unterordnung inzwischen infrage gestellt. 

 

Lang orientierte sich für seine Werke an Tieren in seiner nächsten Umgebung, in Tiergärten oder gastierenden Zirkussen. Unter anderem seine Begeisterung für fremdartige Tiere motivierte ihn 1928 sogar zu einer halbjährigen Afrikareise mit Stationen in beispielsweise Ägypten, Jemen und Tansania (versehentlich lernte er in Vorbereitung darauf eine falsche Sprache: Suaheli statt Makua). Zugleich interessierte er sich allerdings auch für die Großwildjagd. Lang finanzierte sich die Reise maßgeblich über einige Bildverkäufe an Bekannte – allein der Fahrpreis über die deutsche Ostafrika-Linie der Woermann-Linie belief sich auf 1700 Mark. Dies verdeutlicht, dass in den 1920er Jahren nur sehr privilegierte gesellschaftliche Gruppen, vor allem in die weite Ferne, reisen konnten. Im Zeitalter des Imperialismus zählten zu dieser Gruppe vor allem die Angehörigen der Kolonialstaaten, die über ausreichend Vermögen verfügten. Zudem spielte hier das Geschlecht eine Rolle, insofern Männer mehr Freiheiten besaßen.  

 

Im Zweiten Weltkrieg wurde Langs Atelier von Bomben getroffen, wodurch 33 Gemälde zerstört und zahlreiche Zeichnungen und Entwürfe beschädigt wurden. Kritisch ist zu betrachten, dass Lang während der Zeit des Nationalsozialismus, den er nach der Machtergreifung der NSDAP 1933 auch positiv bewertete, von öffentlicher Seite Achtung erfuhr und Aufträge erhielt. So stattete er Kasernen mit Gemälden aus und konnte mit dem Argument, seine Arbeit sei kriegsnotwendig, Vorteile wie ein eigenes Telefon für sich verhandeln. Er profitierte demnach vom faschistischen System, auch wenn er später daran zweifelte.

 

Fritz Langs Werke wurden zu seinen Lebzeiten unter anderem vom British Museum London, vom Victoria and Albert Museum in London, vom Königlichen Kupferstichkabinett Stuttgart und von der K. u. K. Hofbibliothek Wien angekauft. Groß ausgestellt wurden sie zum Beispiel im Württembergischen Kunstverein, im Kunstgebäude und Kunsthaus Schaller in Stuttgart und in der Collector’s Gallery in Manchester. 

Diese Ausstellung endet in
15
Tage
5
Std
15
Min
50
Sek
Termine
Start19.02.2026
Ende17.05.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag1. April–31. Oktober: 11:00–18:00; 1. November–31. März: 11:00–17:00
Mittwoch1. April–31. Oktober: 11:00–18:00; 1. November–31. März: 11:00–17:00
Donnerstag1. April–31. Oktober: 11:00–18:00; 1. November–31. März: 11:00–17:00
Freitag1. April–31. Oktober: 11:00–18:00; 1. November–31. März: 11:00–17:00
Samstag1. April.–31. Oktober: 10:00–18:00; 1. November–31. März: 11:00–17:00
Sonntag1. April.–31. Oktober: 10:00–18:00; 1. November–31. März: 11:00–17:00