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Berlin

Sommer Sammelsurium – Wir ziehen uns um

Die Stiftung Neue Synagoge versteht sich gleichermaßen als Erinnerungs- und Begegnungsort. Das Haus verbindet dabei jüdische Geschichte mit jüdischer Gegenwart und eröffnet Räume für Austausch, Reflexion und unterschiedliche Perspektiven. 

 

So nutzt das Haus in diesem Sommer einen ansonsten mit Ausstellungen gefüllten Raum und erproben Neues. Digitale Elemente machen vergangene Orte und Geschichten neu erfahrbar und zeigen dabei, was neue Formen des Erinnerns sein könnten. Und originale Bruchstücke des ehemaligen Gebetssaals sowie Filmmaterial und Objekte aus unserer Sammlung, die sonst verborgen bleiben, dienen als haptische Spuren der Vergangenheit und lassen uns diese neu befragen.  

 

Zugleich richtet die Stiftung Neue Synagoge den Blick nach vorn und fragen uns und Sie: Welche Erinnerungen sollen bleiben, welche Lücken gefüllt werden?
Wie weiter in einer Welt, die stets Umbrüche erlebt und wenig Raum für das Innehalten bietet? 

Termine
Start12.06.2026
EndeLäuft auf unbestimmte Zeit
Öffnungszeiten
Montag10:00–18:00
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag1. April–30. September: 10:00–18:00; 1. Oktober–31. März: 10:00–15:00
Samstaggeschlossen
Sonntag1. April–30. September: 10:00–19:00; 1. Oktober–31. März: 10:00–18:00
Veranstaltungsort
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum JudaicumOranienburger Straße 28–30, 10117 Berlin

»Tuet auf« steht für eine Öffnung, die die meisten Juden in Deutschland seit der Emanzipation anstrebten – hin zur Stadt und Gesellschaft der Umgebung. Dabei betont die Fortsetzung des Zitats bei allem Teilhabewillen das feste Stehen im Judentum . Mit anderen Worten: Die Inschrift weist auf eine Gleichzeitigkeit von Öffnung und Tradition hin, so wie die Neue Synagoge insgesamt ein architektonisches Symbol für das Selbstverständnis war, deutsch, berlinerisch und jüdisch gleichermaßen zu sein. Das Ringen um die Anerkennung einer eigenen Identitäts-Melange wie die entsprechenden innerjüdischen Auseinandersetzungen darum begleiteten die deutschen Juden ohne Unterlass. Von der gewaltsamen Zerstörung jüdischer Leben und Lebenswelten legt das Fragment des Gebäudes Zeugnis ab. Seit dem 5. September 1991 leuchtet nun die Inschrift wieder in die Stadt hinein. Die Stiftung Neue Synagoge Berlin begreift die Botschaft des »Tuet auf« als zeitlos und als Grundlage auch für ihre Agenda: Sie thematisiert die Herausforderungen kultureller Vielfalt und Differenz sowie die verschiedensten Ausprägungen des Jüdisch-Seins – und all dies in Geschichte und Gegenwart. Jüdische Geschichte in Berlin sieht die Stiftung auch als ein Beispiel dafür, Geschichte überhaupt aus verschiedenen Perspektiven zu sehen – und durch das Prisma Berlin ein Stück Welt zu denken. Mit ihrer Dauerausstellung zur Biografie der Neuen Synagoge und ihrer Menschen erzählt die Stiftung Neue Synagoge Berlin Berliner und deutsch-jüdische Geschichte; in temporären Ausstellungen greift das Haus Themen auf, die einen Bezug zu Berlin haben und gleichzeitig darüber hinausblicken. Die Neue Synagoge beherbergt eines der weltweit wichtigsten Historischen Archive zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland. Kern ihres Bestands ist ein großer Teil des früheren in Berlin ansässigen Gesamtarchivs der deutschen Juden, das Akten von jüdischen Gemeinden und Institutionen sammelte. Auf all diesen Feldern kooperiert das Haus national und international mit anderen Institutionen, ermöglichen Forschung und initiieren eigene Forschungsprojekte .