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Linz

Universal thoughts: Kleinstes gemein­sames Vielfaches – Georg Peter­michl

Fotografie als soziales Instrument

 

In seiner Ausstellung richtet Georg Petermichl (*1980 in Linz) den Fokus auf Fotografie als soziales und psychologisches Instrument. Ausgehend vom kleinsten persönlichen Kosmos – der eigenen Familie und dem Freundes­kreis erweitert er den Blick auf größere Zusammen­hänge wie Massen­tourismus, kollektive Sehnsüchte und geteilte kulturelle Praktiken. Zentrale Werk­gruppen der Ausstellung kreisen um das familiäre Archiv sowie um fotografische Studien, in denen sich Petermichl z.B. den Freizeit­praktiken nähert – etwa durch Aufnahmen von touristischen Orten, an denen sich Menschen­mengen nach klaren, beinahe choreografierten Mustern bewegen. Ihn interessiert dabei weniger die moralische Bewertung als das genaue Hinsehen: Wie entstehen kollektive Rituale? Wann tritt aus der Masse das Individuum hervor?
In vergrößerten Fotografien aus privaten Fotoalben wird Familie nicht nur als biografischer Ursprung sichtbar, sondern als Projektions­fläche für Erinnerung, Autorität und Nähe.

 

 

Vertrautes neu betrachten

 

Zwischen Fotografie, Film, Objekt und Installation entfaltet sich ein Ausstellungs­parcours, der Fotografie als Medium sozialer Beziehungen begreift. Die Ausstellung lädt dazu ein, scheinbar vertraute Bilder neu zu lesen – als Ausdruck gemeinsamer Sehnsüchte, geteilter Regeln und eines »kleinsten gemeinsamen Vielfachen«, das individuelles Erleben und gesellschaftliche Wirklichkeit miteinander verbindet. Die Ausstellung fragt danach, was Menschen antreibt, wie Erinnerungen formiert werden und welche Rolle Fotografien als Träger von Identität, Projektion und sozialer Realität spielen.

 

Kuratiert von Maria Venzl

Diese Ausstellung endet in
17
Tage
20
Std
43
Min
5
Sek
Termine
Start06.03.2026
Ende12.07.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Francisco Carolinum LinzMuseumstraße 14, 4020 Linz

Als Haus für Fotografie und Medienkunst weist das Francisco Carolinum im internationalen Kunstdiskurs eine große Relevanz auf und genießt eine hohe Reputation. Sein Schwerpunkt auf internationalen Positionen macht es zu einem bedeutenden Ort für den globalen Diskurs in der zeitgenössischen Fotografie und Medienkunst. Die Ausstellungen des Museums, die von traditioneller Fotografie bis hin zu experimenteller Medienkunst reichen, sind für ihre Grenzüberschreitungen und innovativen Perspektiven bekannt. Das Francisco Carolinum hebt sich durch seine Fähigkeit hervor, aktuelle Entwicklungen in den Kunstformen aufzugreifen und sie in einen breiteren kulturellen und sozialen Kontext zu integrieren. Neben seiner Rolle als Ausstellungsraum fungiert das Francisco Carolinum auch als Plattform für Austausch und Diskussion, was seine internationale Reputation weiter festigt. Es fördert das Verständnis und die Wertschätzung von Medienkunst und Fotografie durch ein vielfältiges Programm, das Führungen, Workshops und Vorträge umfasst. Als Treffpunkt für Künstler, Kritiker und Kunstliebhaber aus aller Welt trägt es wesentlich zur kulturellen Landschaft Österreichs bei und stärkt den internationalen künstlerischen Austausch. Die umfangreichen Sanierungen der vergangenen drei Jahre sind weitgehend abgeschlossen. Im ersten Halbjahr 2024 erfolgt mit der Eröffnung der Hans Frank-Galerie für die klassische Fotografie im Erdgeschoß ein weiterer Meilenstein. Mit Abschuss der umfassenden Sanierung präsentiert sich das Francisco Carolinum, der bedeutendste Historismusbau in Linz, wieder in seinem ursprünglichen Glanz. Diese Restaurierung hat das historische Gebäude nicht nur konserviert, sondern auch seine ursprüngliche architektonische Pracht wiederhergestellt. Mit dem Format des Fotomagazins FRANCISCO CAROLINUM setzt das Museum halbjährig einen weiteren Akzent: Hier werden Ausstellungen und Kunstpositionen im Bereich Foto und Medien präsentiert und zur Diskussion gestellt.

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