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Linz

Unzensiert. Eine Retrospektive – Annegret Soltau

Inszenierte Fotografie und Body Art

 

Annegret Soltau zählt mit ihrer eigenständigen, radikal feministischen Bildsprache zu den bedeutendsten Vertreterinnen der inszenierten Fotografie und Body Art in den 1970er- und 80er-Jahren. Gesellschaftliche Normen, Körperpolitik und weibliche Identität sind zentrale Themen ihrer Werke. Ihre künstlerische Auseinandersetzung mit Schwangerschaft, Mutterschaft und Familie in den 1970er- und 80er-Jahren, in der sie komplexe Gefühlswelten, innere Konflikte und emotionale Zustände freilegt, ist einzigartig. Ihr Werk macht ihre weibliche Biografie konsequent zum Thema und bricht damit mit gesellschaftlichen Konventionen, die zum Teil noch immer gültig sind. Sie hinterfragt Rollenbilder und dekonstruiert Klischees über Mutterschaft und Familie. Bis heute brechen ihre Arbeiten Tabus, wenn sie uns eindringlich mit dem Altern des weiblichen Körpers und Fragen der Vergänglichkeit konfrontieren.

 

Auch technisch geht die Künstlerin ihren eigenen Weg, sie entwickelt die für ihr Werk charakteristische Methode der Fotovernähung und -radierung. Immer wieder verstößt sie mit ihren Arbeiten gegen gesellschaftliche und ästhetische Konventionen und wird von der Öffentlichkeit zensiert. Die Retrospektive rückt ihr Gesamtwerk ins richtige Licht, etabliert die Künstlerin als wichtige Stimme der Gegenwartskunst und zeigt, wie relevant ihre Arbeiten über die Zeit geblieben sind.

 

Eine Ausstellung des Städel Museums, Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Francisco Carolinum, Linz.

 

Kuratorisches Grundkonzept Svenja Grosser, kuratiert von Michaela Seiser.

Diese Ausstellung endet in
3
Tage
23
Std
33
Min
53
Sek
Termine
Start27.02.2026
Ende28.06.2026
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Veranstaltungsort
Francisco Carolinum LinzMuseumstraße 14, 4020 Linz

Als Haus für Fotografie und Medienkunst weist das Francisco Carolinum im internationalen Kunstdiskurs eine große Relevanz auf und genießt eine hohe Reputation. Sein Schwerpunkt auf internationalen Positionen macht es zu einem bedeutenden Ort für den globalen Diskurs in der zeitgenössischen Fotografie und Medienkunst. Die Ausstellungen des Museums, die von traditioneller Fotografie bis hin zu experimenteller Medienkunst reichen, sind für ihre Grenzüberschreitungen und innovativen Perspektiven bekannt. Das Francisco Carolinum hebt sich durch seine Fähigkeit hervor, aktuelle Entwicklungen in den Kunstformen aufzugreifen und sie in einen breiteren kulturellen und sozialen Kontext zu integrieren. Neben seiner Rolle als Ausstellungsraum fungiert das Francisco Carolinum auch als Plattform für Austausch und Diskussion, was seine internationale Reputation weiter festigt. Es fördert das Verständnis und die Wertschätzung von Medienkunst und Fotografie durch ein vielfältiges Programm, das Führungen, Workshops und Vorträge umfasst. Als Treffpunkt für Künstler, Kritiker und Kunstliebhaber aus aller Welt trägt es wesentlich zur kulturellen Landschaft Österreichs bei und stärkt den internationalen künstlerischen Austausch. Die umfangreichen Sanierungen der vergangenen drei Jahre sind weitgehend abgeschlossen. Im ersten Halbjahr 2024 erfolgt mit der Eröffnung der Hans Frank-Galerie für die klassische Fotografie im Erdgeschoß ein weiterer Meilenstein. Mit Abschuss der umfassenden Sanierung präsentiert sich das Francisco Carolinum, der bedeutendste Historismusbau in Linz, wieder in seinem ursprünglichen Glanz. Diese Restaurierung hat das historische Gebäude nicht nur konserviert, sondern auch seine ursprüngliche architektonische Pracht wiederhergestellt. Mit dem Format des Fotomagazins FRANCISCO CAROLINUM setzt das Museum halbjährig einen weiteren Akzent: Hier werden Ausstellungen und Kunstpositionen im Bereich Foto und Medien präsentiert und zur Diskussion gestellt.

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