Köln
Museum

Käthe Kollwitz Museum Köln

Neumarkt Passage, Neumarkt 18–24, 50667 Köln

Am 22. April 1985, dem 40. Todestag der Künstlerin, wurde in Köln das Käthe Kollwitz Museum gegründet – das erste Museum, das einzig dieser bedeutenden deutschen Künstlerpersönlichkeit des 20. Jahrhunderts gewidmet ist. 

 

Mit seiner heute weltweit umfangreichsten Sammlung vermittelt das Käthe Kollwitz Museum Köln ein geschlossenes Bild der Zeichnerin, Graphikerin und Bildhauerin, die in ihrer Kunst wie keine Zweite die Themen Krieg, Armut und Tod, aber auch Liebe, Geborgenheit und das Ringen um Frieden in nachdrücklicher Weise zum Ausdruck brachte. An kaum einem anderen Ort kann man Käthe Kollwitz näher kommen.

 

Der Bestand des Museums umfasst neben dem kompletten plastischen Werk über 300 Zeichnungen und mehr als 550 druckgraphische Blätter sowie alle Plakate.

 

Unter den Zeichnungen, die einen Schwerpunkt bilden, besitzt das Kölner Museum einige der ausdrucksvollsten Blätter – viele aus dem Spätwerk der Künstlerin, als sie sich vornehmlich mit dem Thema ›Tod‹ befasste. Aus dem Frühwerk sind drei der weniger als 10 erhaltenen Pastelle und die Kohlezeichnungen, die sie für die satirische Zeitschrift Simplicissimus anfertigte, in der Sammlung vertreten. Skizzenhafte Vorzeichnungen, die das Entstehen wichtiger druckgraphischer Blätter beleuchten, gehören ebenfalls zum Bestand. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Entstehungsgeschichte des Zyklus »Bauernkrieg« (1901–1908) und der Folge »Krieg« (1921/1922).

Veranstaltungen und Ausstellungen

27.03.26 - 28.06.26

KÄTHE KOLLWITZ. Zeichnung, Druckgrafik, Plastik – Highlights der Kölner Kollwitz-Sammlung

Die neue Sammlungspräsentation zeigt Hauptwerke der Künstlerin aus all ihren Schaffensphasen. Neue Gegenüberstellungen ihrer Zeichnungen, Druckgrafiken und Plastiken veranschaulichen ihre Motivation, die Anliegen der Menschen zum Ausdruck zu bringen und geben Einblick in ihre Zeit. Kollwitz’ Kunst berührt bis heute – ihre Botschaft wirkt bis in unsere Gegenwart.  

 

Der Bestand des Käthe Kollwitz Museum Köln umfasst neben dem kompletten plastischen Werk über 300 Zeichnungen sowie mehr als 550 druckgraphische Blätter.

 

Unter den Zeichnungen, die einen Schwerpunkt bilden, besitzt das Kölner Museum einige der ausdrucksvollsten Blätter – viele aus dem Spätwerk der Künstlerin, als sie sich vornehmlich mit dem Thema ›Tod‹ befasste. Aus dem Frühwerk sind drei der weniger als 10 erhaltenen Pastelle und die Kohlezeichnungen, die sie für die satirische Zeitschrift Simplicissimus anfertigte, in der Sammlung vertreten. Skizzenhafte Vorzeichnungen, die das Entstehen wichtiger druckgraphischer Blätter beleuchten, gehören ebenfalls zum Bestand. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Entstehungsgeschichte des Zyklus »Bauernkrieg« (1901–1908) und der Folge »Krieg« (1921/1922).

27.03.26 - 28.06.26

LOUISE STOMPS – Konturen des Inneren

Die Bildhauerin Louise Stomps (1900–1988) führte ein kompromisslos eigenständiges Leben als Künstlerin. Ihr Werk kreist um existenzielle Erfahrungen wie Liebe, Trauer, Hoffnung und Verlust. Ausgehend von der klassischen Moderne entwickelte sie eine Formensprache, die sich behutsam von der Figur löste – der Mensch blieb aber auch in ihren zunehmend abstrakten Arbeiten stets zentraler Bezugspunkt. 
Das Kollwitz Museum Köln widmet dieser herausragenden und zu Unrecht lange Zeit nur selten ausgestellten Künstlerin nun eine umfassende Retrospektive mit rund 45 Skulpturen und 30 Papierarbeiten aus ihrem Nachlass sowie aus öffentlichen und privaten Sammlungen.

 

»Es sind Linie, Form, Ausdruck — gefangen im menschlichen Urbild —, mit denen ich zu bilden suche, was ich zu sagen habe!«
Louise Stomps, 1947

 

 

Figur und Ausdruck

Während der Weimarer Republik erhält Stomps ihre Ausbildung in Berlin. Bereits bei ihren frühen Skulpturen in Holz, Gips und Stein interessiert sie weniger das naturgetreue Abbild als die Frage, wie innere Bewegung und Spannung in eine reduzierte Form übersetzt werden können. Parallel entstehen erste grafische Arbeiten, in denen sie Linie und Fläche als eigenständige Ausdrucksmittel erprobt.

 

 

Widerstand, Verlust und Neubeginn

Aus politischer Überzeugung zieht sich Stomps während der NS-Zeit aus der Öffentlichkeit zurück. Nachdem 1936 Werke von Kollwitz und Barlach aus Ausstellungen entfernt werden, sieht auch sie sich und ihre Kunst nicht länger als Teil des Kulturbetriebs und stellt nicht mehr aus.
Bombenangriffe zerstören 1943 Wohnung, Atelier und den Großteil ihres bisherigen Œuvres.

Nach 1945 findet sie durch ihre eindringlichen Figuren eine neue Sprache für Kriegserfahrung, Verlust und Trauer. Stomps erfährt neue Beachtung im Berliner Kunstbetrieb – Ausstellungen und Auszeichnungen folgen.

 

 

Neue Freiheit 

1960 erwirbt Stomps eine alte Wassermühle in Oberbayern und schafft dort überlebensgroße Holzskulpturen. Sie folgt nun dem Material selbst: Wuchs, Maserung und Astlöcher werden zu Impulsgebern der Form.

 

Unabhängig bleibt sie auch hier – mit dem Motorrad durchquert sie bis ins hohe Alter das bayerische Land bis nach Italien. Diese Freiheit spiegelt sich auch in ihrem Spätwerk wider: Organische Formen rücken in den Fokus ihrer skulpturalen Arbeiten ebenso wie ihrer Tusche- und Kugelschreiberzeichnungen

 

Nach der ersten Retrospektive des Vereins DAS VERBORGENE MUSEUM in der Berlinischen Galerie 2021 macht das Kollwitz Museum Köln diese wichtige Bildhauerin des 20. Jahrhunderts nun erneut sichtbar – in teils großformatigen Arbeiten aus Stein und Holz, Zeichnungen und Druckgrafiken sowie in einer eigens für die Ausstellung produzierten filmischen Dokumentation.

Standort
Standort
Neumarkt Passage, Neumarkt 18–24, 50667 Köln
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag11:00–18:00
Mittwoch11:00–18:00
Donnerstag11:00–18:00
Freitag11:00–18:00
Samstag11:00–18:00
Sonntag11:00–18:00
Social Media
Teilen