Konstanz
Kunstverein

Kunstverein Konstanz

Wessenbergstraße 39/41, 78462 Konstanz

Der Kunstverein Konstanz ist der älteste Kunstverein im Bodenseegebiet und der vierzehnt-älteste Kunstverein in Deutschland.

 

Schon bei seiner Gründung im Jahr 1858 war das Interesse vorrangig, in Konstanz ein Forum für zeitgenössische Kunst zu schaffen – bis heute ist der Kunstverein Konstanz eine der wenigen Institutionen, die ausschließlich Ausstellungen zur Gegenwartskunst anbieten.

 

Der Kunstverein Konstanz bezieht sich in seinem Ausstellungsprogramm auf seine besondere Lage in einer europäischen Grenzregion und lädt nicht nur nationale, sondern regelmäßig auch Künstler:innen aus der Schweiz, Österreich und Liechtenstein ein, ihr Werk zu präsentieren. Der Kunstverein Konstanz fördert weiter schwerpunktmäßig junge Künstler:innen, deren Werk bereits eine eigenständige Position erkennen lässt.

 

Ein besonderes Interesse besteht auch an Kooperation mit anderen kunstvermittelnden Institutionen, um gemeinsame Ausstellungs­projekte zu erreichen und deren Publikation in Katalogen oder Editionen zu ermöglichen.   

 

Gemeinsam mit der Stadt Konstanz verleiht der Kunstverein Konstanz alle zwei Jahre den Konstanzer Kunstpreis: eine international besetzte Jury wählt eine bildende Künstlerin / einen Künstler, deren / dessen Werk oder Leben einen Bezug zur Bodenseeregion aufweist.  

 

Die Ausstellungsräume des Kunstvereins Konstanz sind von besonderer Qualität: zu Beginn des vorigen Jahrhunderts wurden sie für die Präsentation von Kunstwerken konzipiert und erbaut. Die beiden Oberlichtsäle mit ihren hellen Wand- und Bodenflächen sind heute Teil des Konstanzer Kulturzentrums am Münsterplatz. 
Der Kunstverein Konstanz hat ca. 500 Mitglieder und wird ehrenamtlich geführt.

Veranstaltungen und Ausstellungen

07.03.26 - 03.05.26

SEE LIVE – Noemi Strittmatter

Noemi Strittmatter (*1999) ist im Kunstverein Konstanz keine Unbekannte: bereits 2023 war die junge Künstlerin in der Gruppenschau »Kikeriki« der Klasse für Malerei von Professor Thomas Bechinger (Akademie der Bildenden Künste Stuttgart) vertreten. Aber ihre jetzige Solo-Schau »see live« bedeutet nicht einfach einen Rückgriff, sondern war für das kuratorische Team eine Neuentdeckung: ungewöhnlich rasch hat sich Strittmatters malerische Position fortentwickelt. So haben sich ihre großformatigen Arbeiten von einer überwiegend dunklen Farbgebung gelöst zu expressiver Farbigkeit in unerwarteten, oft kühnen Konstellationen. Aquarellartig fließende Flächen kombinieren sich mit scharfkantig abgegrenzten Formen, die, ausgeführt in Öl- und Lackfarbe, räumlich aus dem Bildgrund hervortreten.

 

Ihre Motive greift Strittmater aus dem Alltagsleben, oft sind es fragmentarische Ausschnitte, die wie flüchtige Blicke erscheinen, die zu Bildern einfrieren, in ungewöhnlichen Perspektiven, in Aufsichten wie von einer ungelenk geführten Drohne: zwei kräftige Männerkörper, sportiv bekleidet, bewegen sich in einer schwebenden Bewegung dynamisch aufeinander zu, der Bildtitel weist ihre Tätigkeit als »ringen« aus.

 

Details werden in einer Vergrößerung herangezoomt, die zu einer abstrakten Lesung verleitet und erst bei genauerer Betrachtung figurative Elemente entdecken lässt: die Pumpenkonstruktion am Euter einer Milchkuh. Eine assoziative Deutungshilfe bieten die Bildtitel, in der Ohne Titel-Gegenwartskunstwelt ebenso ungewöhnlich wie amüsant: eine Reihe kreisrunder, sandigfarbener Flächen mit schlierigen Tupfern in Heidelbeerviolett heißt »Dr. Oetker«, die Darstellung eines Fußes im roten Sportschuh, der die weiße Markierungslinie vor großer Sandfläche leicht überschreitet, ist mit »now jump – no jump« bezeichnet.

 

Noemi Strittmatters Bilder konstruieren unmittelbare Momente ebenso wie spannungsgeladene Situationen, die die Künstlerin selbst als  mitunter merkwürdig und teilweise abgründig beschreibt - durchaus risikobereit, aber immer auch eher beiläufig-ironisch richtet Strittmatter ihren – und damit auch unseren – Blick auf ganz unterschiedliche Lebensbereiche, von den dicht, als »Masse« gruppierten Baby-Köpfen der Entbindungsstation, über ein Mini-Golf-Looping bis hin zu Grillhühnchen am »Wendepunkt«: see live.

16.03.26 - 12.07.26

VOGELFREI? – Kristin Schnell

Sie sind Models, aber sie wissen es nicht. In Bildräumen mit farbintensiven, geometrischen Kulissen treten sie wie Stars auf einer Bühne ins Licht. Die 400 m² große Voliere der Fotografin gibt wunderschönen und zugleich zerbrechlichen Vögeln aus aller Welt eine Bleibe. Künstlichkeit und Natur, Gefangensein und Freiheit: Trifft dies nicht auch auf unsere Welt zu? Fotografisch nähert sich die Künstlerin damit existenziellen Fragen und lädt uns ein, ihr zu folgen.

Standort
Standort
Wessenbergstraße 39/41, 78462 Konstanz
Öffnungszeiten
Montaggeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–17:00
Sonntag10:00–17:00
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