Berlin
Museum

Stiftung Stadtmuseum Berlin

Poststraße 16, 10178 Berlin

Als eines der größten kulturgeschichtlichen Museen Deutschlands vermittelt die Stiftung Stadtmuseum Berliner Kultur und Geschichte von der Ur- und Frühgeschichte bis heute.

 

Die einzigartige Sammlung an sechs Ausstellungsstandorten und einem Zentraldepot umfasst mehrere Millionen Objekte. Zu den Standorten gehört seit Eröffnung des Humboldt Forums im Berliner Schloss auch die Ausstellung BERLIN GLOBAL, die als ein Ort der Entdeckung, Kommunikation und Partizipation die Verbindungen Berlins mit der Welt zum Thema hat.

 

Die Stiftung Stadtmuseum Berlin, Landesmuseum für Kultur und Geschichte Berlins, ist eine Stiftung öffentlichen Rechts mit Sitz in Berlin. Zugleich wird sie vom Engagement und den Spenden der Stadtgesellschaft mitgetragen.

 

Ihre gemeinnützige Aufgabe ist es, »Kunstwerke und sonstige Kulturgüter zur Kultur und Geschichte Berlins zu sammeln, zu bewahren, zu pflegen, zu erforschen, in ständigen Schausammlungen sowie in Wechselausstellungen in museumsüblichem Umfang der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Auswertung der Bestände für die Wissenschaft und die Volksbildung zu ermöglichen«.

 

 

Über die Sammlung

 

Die Stiftung Stadtmuseum Berlin bewahrt und pflegt in ihrem Depot etwa 4,5 Millionen Objekte zur Kultur und Geschichte der Stadt.

 

Ausgewählte Objekte zu unterschiedlichen Themenschwerpunkte werden anlässlich wechselnder Dauer- und Sonderausstellungen in den sechs Museen der Stiftung sowie in Zusammenarbeit mit anderen Museen präsentiert.

 

In Qualität und Fülle gehört der kontinuierlich weiter wachsende Bestand zu den größten stadt- und kulturhistorischen Sammlungen in Deutschland. Die gesammelten Objekte stehen zudem der wissenschaftlichen Forschung und anderen Museen als Leihgaben zur Verfügung.

Veranstaltungen und Ausstellungen

07.10.22 - 30.09.26

Aufbruch in die Moderne – Prominenz aus dem Stadtmuseum Berlin in der Berlinischen Galerie

Das Stadtmuseum Berlin besitzt herausragende Gemälde prominenter Vertreter:innen der klassischen Moderne. Zwölf Highlights aus dieser hochkarätigen Sammlung sind seit Oktober 2022 zu Gast in der Berlinischen Galerie.

 

In der Ausstellung Aufbruch in die Moderne setzen sie neue Akzente und treten in den Dialog mit den Werken der Berlinischen Galerie.

 

Hintergrund dieser Kooperation sind umfangreiche Renovierungsarbeiten im Märkischen Museum. Ab 2023 schließt das Stammhaus der Stiftung Stadtmuseum Berlin für voraussichtlich vier Jahre.

 

Um auch während dieser Zeit bedeutende Schätze der Gemäldesammlung präsentieren zu können, entstand gemeinsam die Idee, ausgewählte Werke in die Dauerausstellung »Kunst in Berlin 1880–1980« zu integrieren. Eine besondere Stärke der Sammlung des Stadtmuseums Berlin ist die Kunst der frühen Moderne. 

 

 

Moderne in Berlin

 

Höhepunkt der Präsentation ist das eindringliche Portrait des Industriellen, Kunstsammlers und späteren Politikers Walther Rathenau, das der Norweger Edvard Munch 1907 in Berlin geschaffen hat. Mit Munchs Ankunft in der Reichshauptstadt begann 1892 die Moderne in Berlin. Seine Ausstellung im Verein Berliner Künstler wurde nach wenigen Tagen geschlossen, weil konservative Mitglieder aufs Schärfste gegen seine neuartige Malerei protestierten. Im selben Jahr hatten sich fortschrittliche Kunstschaffende, darunter Max Liebermann und Walter Leistikow, zur »Vereinigung der XI« zusammengeschlossen, um dem Berliner Publikum die neuesten Tendenzen deutscher Kunst nahezubringen. Auch die Ausstellungen dieser ersten modernen Künstler:innengruppe wurden als Affront gegen den konservativen Kunstgeschmack zur Zeit Kaiser Wilhelms II. empfunden. Aus der »Vereinigung der XI« ging 1898/99 die »Berliner Secession« hervor. An deren Ausstellungen nahm in der Folge unter anderem auch Munch regelmäßig teil.

29.11.25 - 30.08.27

Dara Tûyê – درخت توت – Der Maulbeerbaum. Feministische Stimmen über Krieg und Gärten

Die Freiflächen-Ausstellung von Flamingo e.V. in BERLIN GLOBAL thematisiert das solidarische Handeln von Frauen, über Grenzen hinweg. Ihre Zusammenarbeit schafft Raum, um aus Gewalt- und Verlusterfahrungen neue Hoffnung entstehen zu lassen.

 

Ausgangspunkt ist der Heilkräutergarten »Hevrîn Xelef« in Berlin-Neukölln, der mit dem Frauendorf Jinwar in Nordostsyrien sowie mit dem Verein Women for Justice eng verbunden ist.

 

Hier wird deutlich, was Gärten alles sein können: Orte des Gedenkens, der Heilung und Gemeinschaft, der gegenseitigen Stärkung und Selbstwirksamkeit. Darüber hinaus sind Gärten Orte des Widerstands gegen Unterdrückung und Gewalt.

 

Mitten auf der Freifläche in BERLIN GLOBAL steht der Schwarze Maulbeerbaum, nach dem künstlerischen Entwurf von Ela Pour. Er vereint Zerbrechlichkeit und Stärke, Trauer und Hoffnung. Die Stimmen und Erfahrungen der Projektbeteiligten werden von Yalda Yazdani musikalisch gerahmt. Sie teilen Erinnerungen, Gefühle und Wissen über Pflanzen. Die raumgreifende Baumskulptur wird durch Fotografien von Philip Leutert aus dem Garten »Hevrîn Xelef« sowie von Anuscheh Amir-Khalili aus Jinwar ergänzt.

 

Die Ausstellungstexte sind auf Deutsch und Englisch verfügbar.
Der Titel bedeutet »Der Maulbeerbaum« auf Kurmanci und Farsi.

 

Ein Projekt von Flamingo e.V.

Zusammen mit:
Anuscheh Amir-Khalili | Kuratorin 
Ela Pour, Jasmin, Leyla Ferman, Lisa Dobkowitz, Nassim Tajbakhsh, Najlaa Matto, Nesrin, Shirin, Steph K’mour Wintz, Xatun, Xezal Ismail | Interviewpartner*innen
Ela Pour, mit Unterstützung von Chris Jaritz und Anja Koch Kenk | künstlerische Gestaltung Schwarzer Maulbeerbaum
Yalda Yazdani | Sounddesign
Philip Leutert | Fotografien
May Franzen | Grafik

30.11.25 - 30.08.27

Wenn ich König*in wäre… – Junge Visionen aus Neukölln. Eine Freifläche der Bürgerstiftung Neukölln

Auf der neuen Freifläche der Bürgerstiftung Neukölln in der Ausstellung BERLIN GLOBAL erzählen elf Kinder und Jugendliche von den Schieflagen der Gegenwart und zeigen ihre Visionen für eine gerechtere Zukunft.

 

Wie sähen Berlin und die Welt aus, wenn junge Menschen aus Neukölln sie gestalten könnten?

 

Die Kinder von heute sind Erwachsene von morgen. Sie sind superdivers, selten gehört und noch seltener ernstgenommen. Welche Veränderungen wünschen sie sich, wovon träumen sie? Die jungen Projektteilnehmer*innen werfen in der Ausstellung einen schonungslosen Blick auf ihren Alltag, ihre Stadt und die Politik. Aus ihren Erfahrungen heraus entwickeln sie Forderungen nach Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit und Zusammenhalt – also Werten und daraus folgenden Handlungen, die in der Migrationsgesellschaft dringend notwendig sind.

 

Auf der Ausstellungsfläche im Raum Verflechtung können Besucher:innen selbst zu König:innen werden. Wer Platz auf dem Thron nimmt, ist eingeladen, bestehende Missstände aktiv abzulehnen und mit den Jugendlichen zusammen eine bessere Zukunft zu gestalten.

 

Ein Projekt der Bürgerstiftung Neukölln

Zusammen mit:
D., Ela, Hanin, Huda, Jamal, Liyana, Maryana, Sara, Suhaylah, Yara, Yusuf | Teilnehmer*innen
İdil Efe | Kuratorische Leitung
Ines Paliege | Projektleitung
Soraya Salazar | Projektassistenz
Ilona Marti | Sounddesign
Vince Ecker | Videoproduktion
Christine Kitta | Grafik
EL BOUM | Illustrationen

In Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Berlin

Standort
Museum Ephraim-Palais
Poststraße 16, 10178 Berlin
Öffnungszeiten
MontagGeschlossen
Dienstag10:00–18:00
Mittwoch10:00–18:00
Donnerstag10:00–18:00
Freitag10:00–18:00
Samstag10:00–18:00
Sonntag10:00–18:00
Teilen